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Schule: Inspektion

Inspektion 2006 - So bereiteten wir uns vor

Die Kopernikus-Schule = Kompetent und verlässlich

Big Brother - Atmosphäre kam schon auf, als sich die Agenten Inspektoren Uth und Langlet lautlos in die Klassen stahlen, zunächst kein Wort sprachen, lediglich Blickkontakt mit dem unterrichtenden Lehrer aufnahmen und streng geheime Zeichen in diese Checkliste schrieben.

Ich persönlich hatte gerade eine Vertretungsstunde, als mich ein Schüler mit der Bemerkung: "Oh, ein Inspektor kommt" auf den Ernst der Lage hinwies. Man wusste ja nicht, wann und wie oft man besucht werden würde, allerdings hätte ich nicht gerade in einer Vertretungsstunde damit gerechnet. Deshalb war es auch völlig unmöglich, meinen ursprünglichen Plan, Stunden mit den Schülern einzuüben (siehe Vorbereitung der Inspektion) in die Tat umzusetzen.

Wir machten das, was man üblicherweise in Deutsch-Vertretungsstunden tut, wir übten ein bisschen Rechtschreibung und Nachschlagen im Wörterbuch, was den Schülern wenig Raum für Kreativität - abgesehen vom Erfinden außergewöhnlicher Schreibweisen - bot. Ich gab ihnen noch nicht einmal Gelegenheit mir mitzuteilen, was sie als nächstes lernen wollten...

Hier ernteten wir Minuspunkte, wir lenken unsere Schüler zu stark und lassen ihnen zu wenig Raum für eigene Entfaltungsmöglichkeiten. Stimmt, ganz modern ist das nicht, aber offensichtlich auch nicht wirkungslos, denn uns wurde ein "hohes Niveau" bescheinigt. Es gab jedoch noch weitere Kritikpunkte: Wir haben zu wenig Konzepte eingereicht und es fehlen Angebote im musischen Bereich.

Mission Impossible? Keineswegs. In allen anderen Bereichen haben wir gut abgeschnitten und unser Schulklima sowie die Betreuung der Schüler/innen sind sogar vorbildlich, für mich persönlich die allerwichtigsten Punkte. Die Höflichkeit und das gute Benehmen unserer Schüler wurden gelobt. Die Atmosphäre an unserer Schule wird also auch von Außenstehenden so positiv gesehen wie wir sie empfinden.

Was hat uns die Inspektion nun gebracht? Auf der einen Seite mehr, als ich gedacht habe, nämlich Bestätigung und die baut auf. Gut, wir bessern auch nach. Wenn Konzepte gewünscht werden, schreiben wir auf, was wir sowieso schon wissen und nur noch nicht zu Papier gebracht haben.
Andererseits - kommt eigentlich auch Hilfe von außen? Schickt uns Herr Minister Busemann jetzt schnell Kunst-, Musik- und Werklehrer, dass uns das fehlende musische Angebot bei der nächsten Inspektion nicht wieder angekreidet wird? Und natürlich brauchen wir auch Ersatz für die beiden Kolleginnen, die uns im Sommer verlassen.

Von unseren Inspektoren wurden wir fair behandelt und beurteilt. Ich fand es auch schön, dass sie unsere Inspektionsvorbereitungen mit Humor aufnahmen. Danke dafür an Sie beide!

Von den Verantwortlichen in Bad Iburg wünschte ich mir, einmal darüber nachzudenken, ob wirklich so viel Geheimniskrämerei nötig ist. Ich glaube zum Beispiel, die Ergebnisse wären die gleichen, wenn man den Lehrkräften und den Klassen die Besuchstermine mitteilen und so für weniger Stress sorgen würde. Das würde die Lage sehr entspannen.

Und zum Schluss soll noch ein Lob von Inspektor Uth nicht unerwähnt bleiben: Die Kopernikus-Schule geht wirklich professionell mit Inspektion um. Das tun wir doch, oder? J

Heidi Walsh

Der Abschlussbericht der Schulinspektion kann hier eingesehen werden.

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