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Fächer: Ev. Religion

Unterrichtsgang zum Waldfriedhof

Im Evangelischen Religionsunterricht der Klasse 9a arbeiten die Schüler* (*Schüler = Schüler und Schülerinnen) seit Ende November an der Unterrichtseinheit "Tod und Sterben". Vor Beginn der Einheit wurde die Gruppe informiert und um ihr Votum gebeten, alle teilnehmenden Schüler sprachen sich für das Thema aus. Der Unterricht beweist, dass Jugendliche in diesem Alter bereit und reif genug sind, über schwierige Themen, die ihr Leben betreffen, nachzudenken. Da in der Klasse eine gute Gemeinschaft herrscht, werden auch sehr persönliche Ansichten geäußert und diskutiert.

Die Schüler haben Todesanzeigen in Gruppenarbeit ausgewertet, sie haben über den Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft gesprochen. Eine Jugendstudie zum gleichen Thema wurde aufgegriffen und auf die Klasse übertragen. In gemalten oder beschriebenen Bildern stellten die Schüler ihre Vorstellungen vom Tod dar und sie beschrieben ihre Jenseitsvorstellungen.

Der Unterrichtsgang auf den Waldfriedhof war einstündig ausgelegt und mit einem Aufgabenblatt verbunden, das bearbeitet und in der folgenden Stunde besprochen wurde.

Auf dem Waldfriedhof verhielten sich die Schüler angemessen und würdig, sie betrachteten einzelne Gräber genau, lasen Grabinschriften intensiv und sprachen darüber. Auf Besonderheiten achteten die Schüler ebenfalls. Vor dem Waldfriedhof schauten sie sich die Grabmäler und Auffälligkeiten genau an.

Auf meine Anregung hin, während der Adventszeit das Thema Tod ruhen zu lassen und im Januar wieder aufzugreifen, erntete ich Protest. Eine Schülerin resümierte : "Über Advent sprechen wir doch in jedem Jahr!"

Für mich war dieser Satz noch einmal die Bestätigung, dass Lehrer und Lehrerinnen des Fachbereichs Religion auch auf diese schwierige Thematik eingehen sollten.

Ursula Grell, Lehrerin für evangelische Religion

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