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Wen Do

Beschreibung - Erfahrungsbericht

Ich kann - ich darf - ich will

Wen Do ist eine von Frauen für Frauen und Mädchen entwickelte Form der Selbstverteidigung.
Das Konzept beruht nicht auf Kraft und Kondition, sondern arbeitet mit den individuellen Stärken und Möglichkeiten einer jeden einzelnen.

Ziel ist es, frühzeitig gefährliche Situationen/Personen erkennen, einschätzen und abwehren zu können.
Ein Schwerpunkt ist es, Themen zu bearbeiten, die die Teilnehmerinnen betreffen und interessieren.

 

Mädchen sind auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit täglich spezifischen Gewaltsituationen ausgesetzt.

Insbesondere sexuelle/sexualisierte Gewalt bedroht Mädchen in allen Lebensbereichen. Mädchen erleben die alltägliche Gewalt vorwiegend als individuelles Problem bzw. persönliches Versagen.
Sie erhalten – vor allem in sozialen Brennpunkten – wenig Anregung, dies vor einem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund zu sehen.
So entwickeln sie private Vermeidungsstrategien (nicht selten in pathologischer Art und Weise), die die Handlungsräume noch weiter eingrenzen.

Es geht mir vor allem darum die Möglichkeiten der Mädchen zu erweitern, ihnen ein SelbstWertGefühl zu erhalten bzw. wieder zu vermitteln.
So sollen (bedrohliche) Situationen und Personen einschätzen, einordnen und deutliche Grenzen setzen können.
Die Aufforderung zur Mitteilung im Kontext der sexuellen Gewalt ist ein weiterer Ansatz, um Strukturen von Ohnmacht, Geheimhaltungsdruck und Schuldgefühlen entgegenzuwirken.

Da die Gewalt gegen Mädchen alltäglich ist, muss auch die Prävention bzw. das Erlernen geeigneter Strategien zur Selbstsicherheit zum Schulalltag von Mädchen gehören und sollte nicht ausschließlich privater Initiative überlassen bleiben.
Mit der Integration von Wen Do in den Schulalltag sind Mädchen/Mädchengruppen zu erreichen, die ansonsten in ihrer Freizeit nicht an solchen Angeboten teilnehmen können/dürfen, da z. B. die inhaltliche, soziale oder finanzielle Bereitschaft des Elternhauses fehlt.

Durch den Kontakt und die punktuelle Beteiligung der LehrerInnen können diese sich fachlich informieren, austauschen und haben die Möglichkeit, Kursinhalte in den Unterricht zu transportieren.

Andrea Hopfenmüller

Jahrgang 1960
Erzieherin (1980)
Autorisierte Wen Do Trainerin (1983)
Dipl. Sozialpädagogin (1985)
Atemtherapeutin (1987)
Heilpraktikerin/Psychotherapie (1989)
Gestalttherapie für Kinder und Jugendliche (1994)
Kultur- und Bildungsmanagement (aktuelles Studium)
Tätigkeit als Trainerin, Beraterin und Therapeutin

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