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Ohne Belehrung und auf Augenhöhe - so will
Autorin Astrid Seehaus ihre Leser ansprechen. Bei dem jungen
Publikum ihrer Lesung in der Kopernikus-Schule hat es funktioniert.
Aus ihrem Buch "Der Spiegel" las die gebürtige Jastorferin
(Landkreis Uelzen) vor, verriet Erfahrungen aus ihrer Jugend, die
Vorlage für das Buch war.
Von Magersucht, der ersten Liebe, Enttäuschung
und Freundschaft handelt das Buch. Die 15-jährige Jana fühlt sich zu
dick, ist frustriert. "Neidisch vergleicht sie sich mit den
beliebten Mitschülern, fühlt sich danach noch miserabler. Dabei ist
sie gar nicht dick", erzählt die Autorin. Jana glaube, dass alles
besser werde, wenn sie nur dünn sei. Zwischendurch hält Seehaus
inne, fragt ihre Zuhörer, wie sie Janas Situation beurteilen. "Sie
möchte wohl am liebsten unsichtbar sein", sind sich die Achtklässler
einig, können Jana gut verstehen.
Seehaus möchte mit ihren Geschichten
Persönlichkeit fördern, die jungen Menschen auf ihrem Weg zum
Erwachsenwerden zu gesundem Selbstbewusstsein ermutigen. "Janas
Geschichte soll nicht nur Einblicke in die Problematik von
Magersucht und Selbstzerstörung geben, sondern vor allem Lösungswege
aufzeigen. Das Ende sei überraschend, aber gebe Hoffnung", verrät
Seehaus.
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