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Am
Dienstag, den 18.September 2007 saß ich hellwach im Klassenraum der
6b. An diesem Morgen war ich nicht wie immer müde, sondern fühlte
mich total kribbelig und aufgeregt. Wir wollten heute das erste Mal
Spenden sammeln. Diese sollten für unser Schulfest am 21. September
2007 bestimmt sein. Unsere Klasse 6b wollte eine Tombola
veranstalten und dafür brauchten wir viele große und kleine Preise.
Ich saß erwartungsvoll auf meinem Stuhl und hörte gespannt meiner
Klassenlehrerin Frau Werner- Schulz zu. Sie fragte uns: "Mit wem
wollt ihr gerne zusammen in einer Gruppe sein?" Da meldete sich
Sarah R. flink und rief erwartungsvoll: "Darf ich bitte mit Sarah P.
und Nathalie in eine Gruppe?" "Ja, kannst du, wenn die zwei
auch mit dir zusammen sein möchten", antwortete Frau Werner- Schulz.
"Wollt ihr euch denn heute schon einmal die Straßen Am Berge und die
Rosenstraße vornehmen?" fragte sie freundlich. Wir erwiderten
glücklich: "Ja, natürlich machen wir das gerne."
Frau Werner- Schulz teilte dann noch schnell die anderen Gruppen
ein. "Bevor ich euch alle in die Stadt ziehen lasse, besprechen wir
gemeinsam, wie ihr euch zu verhalten habt!" erklärte unsere
Klassenlehrerin fröhlich. Ich dachte: "Wann lässt sie uns denn nun
endlich gehen?" Die Minuten kamen mir schrecklich lang vor, wie
Stunden. Endlich sagte sie lächelnd zu uns: "So, jetzt könnt ihr
los. Viel Glück!" Alle rannten voller Energie aus
dem Klassenraum nach draußen. Meine Gruppe (Sarah P., Sarah R. und
ich) liefen schnell zur Bushaltestelle und guckten aufgeregt nach,
wann der nächste Bus in die Stadt fuhr. Die paar Minuten, die wir
warteten gingen schnell um. Der Bus kam zügig an die
Haltestelle und wir stiegen flink ein. Mann, waren wir nervös.
In der Stadt angekommen, rauschten wir mit
wehenden Jacken aus dem Bus und schlenderten gemütlich in Richtung
Am Berge.
Dort angekommen schauten wir uns erst einmal
neugierig um. Wir entschieden uns gemeinsam dazu, zuerst in einen
Spielzeugladen zu gehen. Total nervös betraten wir schnell den
Laden.
"Guten Tag", sagte ich. "Mein Name ist Nathalie,
das Mädchen rechts und auch links neben mir ist Sarah. Wir kommen
geradewegs von der Kopernikus-Realschule und wir besuchen dort
zusammen die Klasse 6b. Unsere Schule wird am 21. September 2007
vierzig Jahre alt. Deswegen wollen wir ein großes Fest veranstalten,
bei dem es auch eine Tombola geben soll." Sarah P. legte dem Chef
schüchtern die Bestätigung der Schule auf den Tisch.
"Für die Tombola wollte wir Sie fragen, ob Sie
eine kleine Spende für uns hätten. Mit dem Geld, was wir dort
einnehmen werden, wollen wir neue Schulsachen kaufen, z. B. tolle
Bücher für die Bibliothek, Sportgeräte …", berichteten wir. "Ja, da
muss
ich mal in meinem Lager nachschauen. Sind Sachspenden okay?" fragte
er freundlich nach. "Ja klar, ist völlig in Ordnung", erklärte Sarah
P. höflich.
Nach ungefähr drei Minuten kam der Mann lächelnd
mit einem "Vier gewinnt" Spiel zurück. "Dankeschön und könnten Sie
bitte hier auf dem Zettel unterschreiben. Wenn Sie haben, nehmen wir
gerne auch noch einen Prospekt für unsere Spendentafel", bat Sarah
R. ihn nett. "Natürlich, ich freue mich riesig, dass ich euch
behilflich sein konnte", antwortete der Mann.
So ging es immer weiter. Je mehr Geschäfte wir
nach Spenden befragten, desto weniger Lampenfieber hatte ich. Nach
und nach hatten wir drei alle Hände voll mit Sachspenden. Mit
prallgefüllten schweren Taschen gingen wir glücklich zum Bus. Voller
Begeisterung stiegen wir gemeinsam ein und fuhren erschöpft zur
Schule.
Mit taten die Hände schon weh, aber ich hielt
tapfer bis zur Klasse durch. Außer Atem in der Schule angekommen,
schlenderten wir langsam zu unserem Klassenraum und klopften kurz an
die Tür.
"Herein", riefen meine Klassenkameraden laut. Wir gingen ermüdet,
aber glücklich in die Klasse und zeigten stolz unsere Ausbeute.
"Super", sagte Frau Werner-Schulz, "kommt gleich mal mit in den
neuen Kunstraum, dort laden wir die Sachen ab."
So schnell ging der Tag vorbei. Ich war ganz schön schlapp und bin
gleich nach der Schule nach Hause gefahren. Dort habe ich meiner
Mutter alles berichtet und ruhte mich genüsslich aus.
Das Spendensammeln haben wir noch an vier
weiteren Tagen wiederholt. Es war eine tolle Erfahrung und hat mir
viel Spaß gemacht. Für unser nächstes Schulfest würde ich es auf
jeden Fall wieder machen. Wir haben gemeinsam viel geschafft und
gelacht.
Danke.
Nathalie, 6b |