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Während der Projektwoche vom 22. - 26. September 2008 wurden für
unsere 5. - 7. Klassen neue Streitschlichter/Innen ausgebildet, die
aus den beiden 8. Klassen kommen. Insgesamt stellten sich 14 Jungen
und Mädchen für diese ehrenamtliche Aufgabe zur Verfügung und die
Arbeit im Kurs bereitete mir und Frau Nölle, die dieses Projekt
begleitete, viel Freude!
Aus der Klasse 8a nahmen folgende Schülerinnen teil: Maureen, Maike,
Larissa, Laura, Theresa, Juliana, Uljana und Denise. Die Klasse 8b
war mit folgenden Schülerinnen und Schülern vertreten: Sandra,
Kelly, Michael und Philipp.
Nach einer Vorstellungsrunde wurde der Aufbau des Projektes
vorgestellt. Am ersten Tag ging es um Konflikte, die Jugendlichen
begegnen, besonders in der Schule, und um deren Austragung. Eine
Diskussion um gelungene Klassen- und Schulgemeinschaften schloss
sich an und in dem Zusammenhang wurde deutlich, dass die sehr gute
Beurteilung, die unsere Schule bei der Inspektion fürs Schulklima
bekommen hat, immer neu mit Leben gefüllt werden muss, dafür bedarf
es immer neuer Anstrengungen seitens der Lehrer/Innen und
Schüler/Innen.
Am Dienstag beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen
Konfliktlösungsstrategien und testeten, zu welchen Mitteln die
Teilnehmer/Innen meistens greifen. Einleuchtend schien, dass
Streitschlichter nicht mit Zwang agieren sollten, sondern
friedlichere Lösungen mit Streitparteien aushandeln sollten. In
kurzen Rollenspielen wurde demonstriert, wie verschiedene Strategien
auf Streitende wirken.
Auch auf die Sprache wurde geachtet; wir übten Ich-Botschaften, um
festzustellen, wie diese auf den Angesprochenen wirken.
Wie halbe Psychologen kamen mir die Jugendlichen schon am zweiten
Ausbildungstag vor, denn sie gingen mit Fachbegriffen wie Profis um.
Am Mittwoch erarbeiteten wir anhand zweier Rollenspiele die
Kriterien des „Aktiven Zuhörens“. Michael und Maike erfuhren, wie
man sich fühlt, wenn einem jemand sehr gut zuhört, bzw. gar nicht
zuhört oder sogar dazwischen redet, gähnt, auf die Uhr schaut,
unfreundlich reagiert. „Wenn mir niemand zuhört, ist es so, als wäre
ich gar nicht da!“ Diese Äußerung einer Grundschülerin konnten die
Teilnehmer nur bestätigen.
Wir sammelten in Gruppenarbeit „Ziele der Streitschlichtung an der
Schule“ und schrieben diese auf Plakate für den Klassenraum.
Am letzten Tag, dem Donnerstag, wurde unsere harte Arbeit vom
Musical „ ithemba“ unterbrochen. Nach dem Vergnügen stand die
Arbeit, der Ablauf einer Streitschlichtung musste erarbeitet und
immer wieder im Tandem geübt werden. Das klappte bald bei allen
Streitschlichtungs- Tandems sehr gut, der Eifer ließ bis zur letzten
Minute nicht nach! Zum Abschluss des Tages zeigte ich den
Mediationsraum unten in der Verwaltung, den wir uns mit der SV
teilen. Im abschließenden Sitzkreis äußerten sich alle 14
Teilnehmer/Innen zum Ablauf des Projekts und alle bekundeten ihre
Freude und ihr Interesse an der Aufgabe!
Mir hat die Ausbildung dieser 14 Schüler/Innen aus den Klassen 8a
und 8b außerordentlich viel Spaß gemacht; es waren großartige junge
Menschen beisammen und alle haben viel gelernt.
Obwohl wir natürlich keinen Streit an unserer Schule wünschen, war
die Aufregung groß, als es hieß, dass bereits vier Teilnehmerinnen
in der ersten Woche nach der Ausbildung gefordert waren,
Streitigkeiten zu schlichten. Ich habe bei diesen ersten Versuchen
hospitiert und war sehr zufrieden mit dem Verlauf, bzw. den
Lösungen. Besonders gefreut hat mich, dass sofort von einzelnen
Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung des Raumes und zum Verlauf
der Streitschlichtung kamen.
Ich bedanke mich im Namen der Schule bei allen und wünsche viel
Erfolg bei der Bewältigung der Aufgaben. Möge Euer Tun zu einem
guten Schulklima beitragen!
Ursula Grell, Beratungslehrerin der Schule
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