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SCHULE: STREITSCHLICHTER

10.11.08

NEUE STREITSCHLICHTER FÜR UNSERE SCHULE
Alle zwei Jahre wird ein neues Team ausgebildet.

Streitschlichter 2008 - Streitschlichter 2006 - Streitschlichter 2004

Während der Projektwoche vom 22. - 26. September 2008 wurden für unsere 5. - 7. Klassen neue Streitschlichter/Innen ausgebildet, die aus den beiden 8. Klassen kommen. Insgesamt stellten sich 14 Jungen und Mädchen für diese ehrenamtliche Aufgabe zur Verfügung und die Arbeit im Kurs bereitete mir und Frau Nölle, die dieses Projekt begleitete, viel Freude!
Aus der Klasse 8a nahmen folgende Schülerinnen teil: Maureen, Maike, Larissa, Laura, Theresa, Juliana, Uljana und Denise. Die Klasse 8b war mit folgenden Schülerinnen und Schülern vertreten: Sandra, Kelly, Michael und Philipp.

Nach einer Vorstellungsrunde wurde der Aufbau des Projektes vorgestellt. Am ersten Tag ging es um Konflikte, die Jugendlichen begegnen, besonders in der Schule, und um deren Austragung. Eine Diskussion um gelungene Klassen- und Schulgemeinschaften schloss sich an und in dem Zusammenhang wurde deutlich, dass die sehr gute Beurteilung, die unsere Schule bei der Inspektion fürs Schulklima bekommen hat, immer neu mit Leben gefüllt werden muss, dafür bedarf es immer neuer Anstrengungen seitens der Lehrer/Innen und Schüler/Innen.

Am Dienstag beschäftigten wir uns mit unterschiedlichen Konfliktlösungsstrategien und testeten, zu welchen Mitteln die Teilnehmer/Innen meistens greifen. Einleuchtend schien, dass Streitschlichter nicht mit Zwang agieren sollten, sondern friedlichere Lösungen mit Streitparteien aushandeln sollten. In kurzen Rollenspielen wurde demonstriert, wie verschiedene Strategien auf Streitende wirken.
Auch auf die Sprache wurde geachtet; wir übten Ich-Botschaften, um festzustellen, wie diese auf den Angesprochenen wirken.
Wie halbe Psychologen kamen mir die Jugendlichen schon am zweiten Ausbildungstag vor, denn sie gingen mit Fachbegriffen wie Profis um.

Am Mittwoch erarbeiteten wir anhand zweier Rollenspiele die Kriterien des „Aktiven Zuhörens“. Michael und Maike erfuhren, wie man sich fühlt, wenn einem jemand sehr gut zuhört, bzw. gar nicht zuhört oder sogar dazwischen redet, gähnt, auf die Uhr schaut, unfreundlich reagiert. „Wenn mir niemand zuhört, ist es so, als wäre ich gar nicht da!“ Diese Äußerung einer Grundschülerin konnten die Teilnehmer nur bestätigen.
Wir sammelten in Gruppenarbeit „Ziele der Streitschlichtung an der Schule“ und schrieben diese auf Plakate für den Klassenraum.

Am letzten Tag, dem Donnerstag, wurde unsere harte Arbeit vom Musical „ ithemba“ unterbrochen. Nach dem Vergnügen stand die Arbeit, der Ablauf einer Streitschlichtung musste erarbeitet und immer wieder im Tandem geübt werden. Das klappte bald bei allen Streitschlichtungs- Tandems sehr gut, der Eifer ließ bis zur letzten Minute nicht nach! Zum Abschluss des Tages zeigte ich den Mediationsraum unten in der Verwaltung, den wir uns mit der SV teilen. Im abschließenden Sitzkreis äußerten sich alle 14 Teilnehmer/Innen zum Ablauf des Projekts und alle bekundeten ihre Freude und ihr Interesse an der Aufgabe!

Mir hat die Ausbildung dieser 14 Schüler/Innen aus den Klassen 8a und 8b außerordentlich viel Spaß gemacht; es waren großartige junge Menschen beisammen und alle haben viel gelernt.
Obwohl wir natürlich keinen Streit an unserer Schule wünschen, war die Aufregung groß, als es hieß, dass bereits vier Teilnehmerinnen in der ersten Woche nach der Ausbildung gefordert waren, Streitigkeiten zu schlichten. Ich habe bei diesen ersten Versuchen hospitiert und war sehr zufrieden mit dem Verlauf, bzw. den Lösungen. Besonders gefreut hat mich, dass sofort von einzelnen Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung des Raumes und zum Verlauf der Streitschlichtung kamen.
Ich bedanke mich im Namen der Schule bei allen und wünsche viel Erfolg bei der Bewältigung der Aufgaben. Möge Euer Tun zu einem guten Schulklima beitragen!

Ursula Grell, Beratungslehrerin der Schule

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