|
In den letzten Unterrichtsstunden des Jahres im
Fach Werken blieben Säge, Handbohrer und Feilen im Schrank.
Stattdessen bauten wir gemeinsam mit Frau Wardatzky eine kleine
Versuchsküche auf, in der wir die chemisch-physikalischen Vorgänge
beim Schmelzen und Erstarren einmal aus der leckeren Perspektive
betrachten wollten. Statt löten oder kleben mit Heißkleber wollten
wir gebrannte Walnüsse und kandierte Weintrauben herstellen.
Zunächst knackten wir fast 2 kg Walnüsse mit unserem selbst
hergestellten Nussknacker. Den hatten wir so gut gebaut, dass keiner
den Dienst versagte! Dann fingen wir an Zucker zu karamellisieren
und die Nüsse zu rösten. In zwei verschiedenen Versuchen brachten
wir es zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen. Semih und Dilawar
kochten den Zucker fast dunkelbraun. Dieser knackte später und war
selbst mit den Nüssen steinhart. Wir probierten die helle Variante
aus und ließen den Zucker nur kurz in der Pfanne erhitzen, um dann
schnell die Nüsse zu kandieren. Fast alle waren sich einig, dass
dies besser schmeckte. Ja, das mit dem Sterneköchen hatten wir uns
einfacher vorgestellt…Gut, dass wir auch noch unsere Gipsfiguren zum
Be-malen hatten, so wurde es keinem langweilig.
Das Kandieren der Weintrauben gelang uns leider nur bedingt, da wir
nicht genug Zeit hatten, um den Zucker lange genug zu kochen. Aber
alle waren sich einig – auch ohne Holzbearbeitung kann man im
Werkunterricht „Weihnachtserfahrungen“ sammeln!
Frohe Weihnachten!
Ein Beitrag von Manuel und Moritz aus der 9a |