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Am 2. Juni sind wir (die Klasse 9b) mit der 9a zusammen zu dem KZ
und der Gedenkstätte nach Neuengamme gefahren. Dort warteten schon
zwei
Mitarbeiter,
die uns über das Gelände des KZ führten und uns vieles erzählten.
Zuerst gingen wir zu dem Appellplatz, wo uns Martin einiges über das
Appellstehen erzählt hat. Wir standen dort vielleicht nur 10
Minuten, aber es kam einem sehr lange vor. Und das mussten die
Häftlinge viele Stunden, jeden Tag und bei jedem Wetter machen. Dann
sind wir weiter zu der Ausstellung gegangen.
Hier haben wir uns viel über die verschiedenen Häftlinge
unterhalten, aber auch über die Arbeitsbedingungen und wie sie dort
leben mussten. Neuengamme war in dem Sinne kein Vernichtungslager,
sondern dort war das Motto: Arbeiten bis man tot umfällt. Es wurde
z.B. in der Ziegelei gearbeitet, aber auch einzelne Waffenteile
wurden produziert. Nach unserer Diskussion durften wir uns in der
Ausstellung selbst informieren. Es wurden dort unter anderem alte
Schmuckgegenstände, Kleidung, Dokumente sowie auch alte
Originalbetten ausgestellt. Danach sind wir einmal über die ganze
Anlage zu der Gedenkstätte gegangen.
Von 1938 bis 1945 war Neuengamme in Betrieb. Dort und in 86
Außenstellen waren über 100.000 Frauen und Männer aus ganz Europa
inhaftiert . Es starben dort mindestens 42.900 Menschen. Seit 1981
informieren in Neuengamme Ausstellungen. Bis 2006 war auf dem
Gelände ein Gefängnis. Dieses wurde jedoch dann abgerissen und
verlagert und die Gedenkstätte wurde nach Anfrage bei der Stadt
gebaut und eingerichtet .
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern für die gute
Führung und bei Frau Jegenhorst und Frau Klahn, die mit uns den
Ausflug unternommen haben.
Auf dem Foto sind wir (die 9b) mit unserem Führer auf der Rampe, wo
die Arbeiter den Lehm hochtransportiert haben um ihn dann weiter zu
Ziegeln zu verarbeiten.
Melissa (9b) |